CRIME
Die Technik des Verbrechens
im TECHNOSEUM Mannheim
Ausstellung bis 27.06.2027
Kriminalität ist überall! Welche Techniken nutzen Kriminelle und Ermittler und wie haben sie sich im Laufe der Zeit verändert? Komm mit auf eine Spurensuche – von Falschgeld und Phantombildern bis zu DNA-Analyse und Deepfakes.
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ÜBERWACHUNG
Verbrechen
lohnt sich...
Dieses Richtschwert von 1550 wurde
bis 1844 benutzt, um Verurteilte zu
enthaupten. Dafür muss es mit beiden
Händen gehalten werden. Eine solche
Szene ist auf der Klinge eingraviert.
Solche Handschellen und Fußfesseln werden
genutzt, um Verdächtige festzuhalten. So wird
sichergestellt, dass sie nicht flüchten, und sie
können sicher vor Gericht vorgeführt werden.
... nicht
Wer eine Straftat begeht und erwischt wird, wird bestraft. Durch die Jahrhunderte verändert sich, was als Verbrechen angesehen wird. Auch die Bestrafung ändert sich.
CRIME-Rallye
Auf Spurensuche
Mit der CRIME-Rallye für die ganze Familie wird dein Ausstellungsbesuch zur spannenden Ermittlung. Entdecke Hinweise, löse Rätsel und sammle Spuren. Kannst du den geheimen Code entschlüsseln?
Im Lasertunnel ist Geschick gefragt: Finde den besten Weg durch die Laserstrahlen und jage den Highscore.
Zeit für eine Pause?
In der CRIME-Lounge erwarten dich Bücher, Hörspiele, Spiele und Rätsel rund um Krimis und True Crime. Mach es dir gemütlich und entdecke, wie aus Neugier und Spannung große Faszination wird.
Alles Fake
Echt oder gefälscht?
Seit es Geld gibt, wird es auch gefälscht – nur die Methoden verändern sich ständig. Deshalb gibt es auf Geld-Scheinen viele Merkmale, die man schwer nachmachen kann.
Vom Testament zum Reisepass: Auch Dokumente werden gefälscht. Manche Menschen versuchen, sich so Vorteile zu verschaffen. Das kann mit Gefängnis bestraft werden.
Die Taschentücher haben es geschafft:
Ihr Marken-Name Tempo gilt als DAS
Papiertaschentuch. Produziert werden sie bei
ZEWA. Das steht für Zellstoff-Fabrik
Waldhof-Mannheim. Durch ihre Bekanntheit
und Qualität werden sie sehr oft gefälscht.
Werden Erfindungen unerlaubt kopiert, ist das Produkt-Piraterie. Manche Fälschungen sind gefährlich und können krank machen. Auch der wirtschaftliche Schaden für die eigentlichen Hersteller ist groß.
Auch Bilder können gefälscht werden: Früher reicht dafür Schere und Klebstoff, aber die Veränderungen lassen sich meistens gut erkennen. Heute kann eine KI mit wenigen Klicks ganze Filmsequenzen erzeugen, die täuschend echt wirken.
Das Fake-Bild geht im März 2023 viral:
Der Papst im Luxus-Mantel von
Balenciaga. Bei genauem Hinsehen fällt auf:
Der Kaffeebecher sieht komisch aus.
Die Brille zerfließt im Gesicht.
Vertraust du der KI?
Unterhalte dich mit TRUSTAI und erfahre, wie leicht persönliche Informationen gesammelt und für Identitätsdiebstahl missbraucht werden können. Ist deine Identität sicher?
Knack' den Code
Streng geheim!
Verschlüsselung schützt Daten, die geheim bleiben sollen. Schon seit mehr als 2.000 Jahren verschlüsseln Menschen deshalb Nachrichten – vor allem im Krieg. Nach und nach entstehen dafür immer neue Methoden.
Skytale heißt Alt-Griechisch „Stab“. Um ihn wird ein Text gewickelt, um die Nachricht zu offenbaren. Die Spartaner nutzten das schon vor 2.500 Jahren zur Verschlüsselung.
Das Rätsel der Enigma
Im Zweiten Weltkrieg verschlüsselt das deutsche Militär Nachrichten mit der Maschine Enigma. Sie hat austauschbare Walzen. Dadurch entstehen unzählige Buchstaben-Kombinationen. Lesen kann man den Text nur mit dem Tages-Schlüssel. Das ist die täglich wechselnde Einstellung der Walzen.
An der Mitmachstation kannst du ausprobieren, wie diese Verschlüsselung funktioniert. Stelle die Walzen richtig ein und finde heraus, wie sich die Buchstaben verändern. Dabei wird ein Buchstabe aber nie mit sich selbst verschlüsselt. Deshalb kann es gelingen, den Code zu knacken, wenn man ein Wort aus dem Geheimtext kennt.
Cyber Angriff
Heute verschlüsseln wir auch unsere digitalen Daten – vom Chatten bis zum Online-Banking. Hacker versuchen, in Computer-Systeme einzudringen, um an die Daten zu kommen. Dann können sie die Daten weiterverkaufen oder Lösegeld dafür verlangen. Die Weltkarte zeigt, wo Cyber-Attacken herkommen und was sie angreifen.
True Crime Mannheim
True Crime Mannheim
Der Mannheimer Postraub:
Mannheim 1949: Die Stadt ist noch vom Krieg zerstört. In den Quadraten wird ein Geldtransporter überfallen, die Täter entkommen in einem grauen Ford. Die Polizei sichert den Tatort und beginnt ihre Ermittlungen. Diese sind so spannend, dass später sogar ein Film über sie gedreht wird.
Polizeifoto des Tatorts in den L-Quadraten. Man sieht das Post-Auto (1) und den ungefähren Standort des Fluchtwagens (2). Der Pfeil markiert, wo einer der Täter stand und den Fahrer mit einer US-Armeepistole bedroht hat (5). Im Hintergrund sieht man das zerstörte Mannheim.
Aufnahme eines Geldsacks, wie ihn die Post damals für Geldtransporte benutzt hat. In dem gestohlenen Sack waren 160.000 DM, was heute einer Kaufkraft von 3,5 Mio. Euro entspricht.
Spaziergänger entdecken den grauen Ford im Wald hinter Viernheim. Das Foto zeigt, aus welcher Richtung er vermutlich kam und wie er nach der Tat im Wald abgestellt wurde (rote Pfeile).
In der Nähe vom Auto entdecken die Ermittler eine Stelle, wo einer der Täter sich anscheinend erleichtert hat. Eine Tankquittung wurde als Toilettenpapier benutzt. Die Ermittler säubern sie und finden auf der Rückseite eine Telefonnummer (hier rot markiert). Sie gehört der Tante von zwei polizeibekannten Ganoven.
Die Polizei nimmt mehrere Verdächtige aus dem Umfeld fest und stellt ihnen Rechenaufgaben. Ein Schriftsachverständiger von der Kriminalhauptstelle in Karlsruhe vergleicht die Handschrift und ist sich sicher: Die Ziffern auf der Tankquittung wurden von Robert „Pango“ Knabenschuh geschrieben.
Die Polizei hat nun also einen begründeten Verdacht. Um die Hauptverdächtigen endgültig zu überführen, benutzen sie einen Trick: Die Kriminalassistentin Inge Lothmann wagt sich in das berüchtigte „Laternenviertel“. Dort trinkt sie mit einem der Verdächtigen Cognac und täuscht vor, betrunken einzuschlafen. Der Räuber fühlt sich sicher und erzählt seiner Freundin, wo sie die Beute versteckt haben. So können alle Mittäter überführt werden.
Inge Lothmann posiert mit den Werkzeugen der Ermittlungen. Sie entzifferte die Telefonnummer auf der Tankrechnung und konnte belauschen, wie die Verdächtigen über die Tat reden. Das macht sie zur ersten verdeckten Ermittlerin.